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BÜRO UND VERWALTUNG  •  OFFICE BUILDINGS

































           STEUERKANZLEI

           IN LIPPSTADT


           Entwurf • Design Rinsdorf Ströcker Architekten, Lippstadt



           Der perfekte Faltenwurf: Um die gewünschten offenen Raumstruk-
           turen im zweigeschossigen Anbau der Steuerkanzlei Deimel auch
           zonieren zu können, setzte das Büro Rinsdorf Ströcker Architekten
           aus Lippstadt auf textile Raumtrenner. In gleichmäßigem Wellen-
           schlag sorgen semitransparente Vorhänge für eine flexible Bespielung
           der Büroflächen, ohne dabei an Offenheit einzubüßen.



           von • by Susanne Lieber, CH-Zürich
           W     ie sehen die Arbeitsmodelle einer Steuerkanzlei in Zukunft aus und was wün-
                 schen sich Auszubildende und junge Mitarbeitende bei der Gestaltung ihrer
           Büroräume? Diesen Fragen ging die Deimel Steuerberatungsgesellschaft in Lippstadt
           zusammen mit dem ortsansässigen Architekturbüro Rinsdorf Ströcker in einem Work-
           shop nach und schaffte damit die Grundlage ihres neuen Bürokonzepts – wobei sich
           klar herauskristallisierte: Die junge Generation möchte nicht mehr in kleinen Zellen-
           büros sitzen, abgeschottet von Kolleginnen und Kollegen. Gewünscht sind offene(re)
           Raumstrukturen, die den kommunikativen Austausch fördern, gleichzeitig aber die
           Möglichkeit bieten, sich für Besprechungen temporär zurückziehen zu können. Zusätz-
           lich soll das Prinzip Desksharing zu mehr Flexibilität am Arbeitsplatz beitragen. Die
           Grundrisse des Erd- und des Obergeschosses im Anbau der Kanzlei sind mit den Open
           Spaces identisch aufgebaut und heben sich deutlich vom Bestandsgebäude mit klein-
           teiligerer Raumstruktur ab. Besonders ins Auge fallen die textilen Raumtrenner, die
           sich in zwei unterschiedlichen Farbvarianten präsentieren: einmal in frischem Gelb,
           einmal in Blau mit feinem Farbverlauf. Analog zu den Raumteilern finden sich an der
           Decke wellenförmig drapierte Textilelemente, die für eine verbesserte Raumakustik sor-
           gen – genauso wie die Akustikabsorber an den Wänden und die halbhohen Elemente
           zwischen den Tischen. Als Bodenbelag wurden robuste Teppichfliesen gewählt, die
           das gelb-blaue Farbkonzept aufgreifen. In schlichtem Weiß gehalten ist hingegen die
           Decke mit feiner Holzlamellenstruktur, in die lineare Lichtelemente als Grundbeleuch-
           tung integriert sind. Um ihren (jungen) Mitarbeitenden ein vollumfänglich attraktives
           Arbeitsumfeld bieten zu können, beschränkt sich die Kanzlei aber nicht nur auf anspre-
           chend gestaltete Büroräume, sondern geht noch einen Schritt weiter: In Planung ist
           auch eine hauseigene Kita, was es für manch einen sicherlich noch leichter machen
           dürfte, sich für einen Karrierestart bei Deimel zu entscheiden. Nicht von ungefähr beti-
           telt sich die Kanzlei selbst als „Die Einfachermacher“.

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